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Verwaltungsverordnung
über die Zahlung von Honoraren bei kirchlichen Veranstaltungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bereich der EKHN (Honorarordnung – HonO)

Vom 7. Juli 2005

(ABl. 2005 S. 261)

Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau hat aufgrund von Artikel 48 Abs. 2 Buchstabe n der Kirchenordnung folgende Verwaltungsverordnung beschlossen:
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§ 1
Geltungsbereich

Für die Zahlung von Honoraren bei kirchlichen Veranstaltungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung, die von der EKHN oder ihren Einrichtungen getragen oder bezuschusst werden, gelten die folgenden Bestimmungen.
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§ 2
Grundlagen

( 1 ) 1 Honorare sind rechtzeitig vor einer Veranstaltung schriftlich zu vereinbaren. 2 Honorarverträge sind gemäß dem hierfür entwickelten Muster für Honorarverträge abzufassen. 3 Dieses ist dem Intranet zu entnehmen.
( 2 ) 1 Mit der Zahlung des Honorars sind Vor- und Nachbereitungsarbeiten sowie die Erstellung von Arbeitsunterlagen abgegolten. 2 Die Erstattung von Materialkosten, Unterkunft und Verpflegung ist nur nach vorheriger Vereinbarung möglich. 3 Entsprechende Belege sind vorzulegen.
( 3 ) Soweit es sich nicht um ganztägige Veranstaltungen handelt, ist das Honorar anteilig zu bemessen.
( 4 ) 1 Fahrtkosten werden entsprechend der reisekostenrechtlichen Bestimmungen für die hauptamtlich Beschäftigten der EKHN erstattet. 2 Die gesetzliche Mehrwertsteuer ist in diesen Sätzen nicht enthalten.
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§ 3
Honorarsätze

( 1 ) Für die Höhe des Honorars gelten die folgenden Höchstsätze pro Tag:
Fallgruppe 1
Fallgruppe 2
Leitung von
Seminaren
80,00 Euro
250,00 Euro
Einzelvortrag mit Diskussion
50,00 Euro
150,00 Euro
Die gesetzliche Mehrwertsteuer ist in diesen Sätzen nicht enthalten.
( 2 ) 1 Ein Honorar der Fallgruppe 1 kann gezahlt werden an kirchliche und diakonische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine Leistung erbringen, die nicht zu ihrem Dienstauftrag gehört. 2 Für Leistungen, die zum Dienstauftrag gehören, wird kein Honorar gezahlt.
( 3 ) Mit Referentinnen und Referenten, die ausschließlich oder überwiegend freiberuflich tätig sind und nicht in einem kirchlichen oder diakonischen Arbeitsverhältnis stehen, können Honorare der Fallgruppe 2 vereinbart werden.
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§ 4
Erhöhtes Honorar

1 Ein erhöhtes Honorar kann gezahlt werden, wenn eine besondere Veranstaltung die Gewinnung einer Expertin oder eines Experten mit einer besonderen fachlichen Qualifikation notwendig macht und die Mehrkosten hierfür gedeckt sind. 2 Das erhöhte Honorar darf den fünffachen Satz der Fallgruppe 2 nicht übersteigen.
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§ 5
Inkrafttreten, Außerkrafttreten

1 Diese Verwaltungsverordnung tritt am 1. Januar 2006 in Kraft. 2 Gleichzeitig tritt die Honorarordnung vom 15. Februar 1994 (ABl. 1994 S. 55), geändert am 18. Dezember 2001 (ABl. 2002 S. 49), außer Kraft.